Thomasgemeinde Mannheim

Evangelische
Thomasgemeinde
Mannheim-Neuostheim und Neuhermsheim

Geschichte Pfarrer

Unsere Pfarrer/-innen:

1.6.2002 - 31.08.2018

Pfarrerin Martina Egenlauf-Linner

1.9.1993 - 2001 

Pfarrer Tobias Schipke 

1.5.1993 - 30.9.1993 

Pfarrvikar Markus Wagenbach 

1.10.1984 - 15.5.1993 

Pfarrer Dr. Matthias Meyer 

15.1.1967 - Sommer 1984 

Pfarrer Horst Helmut Eck 

Herbst 1946 - 1966

Dekan i.R. Pfarrer Gerhard Blail

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pfarrerin Martina Egenlauf-Linner

Studium: Heidelberg und Berlin
Praktische Ausbildung: Freiburg

Erste Dienstjahre in Adelsheim, Trivandrum in Südindien und Heidelberg-Kirchheim.
Als Pfarrerin war ich dann tätig in Brandenburg an der Havel (1993 – 1997), Schwetzingen (1998 – 2002) und jetzt Mannheim.
Ich bin verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder.

Pfarrerin zu sein ist noch immer mein „Traumberuf“. Es ist ein Geschenk, so intensiv mit den unterschiedlichsten Menschen zusammenleben zu können, Leben gestalten zu können. Ich taufe Kinder und kann sie ein Stück ihres Lebensweges begleiten. Ich lerne junge Familien kennen und freue mich über fröhliche und erfrischende Begegnungen, ich treffe Menschen in der Mitte des Lebens, die ganz neu die Fragen nach Sinn und Erfüllung stellen und ich bin dabei, wenn Menschen Abschied nehmen müssen – um nur kurz die Vielfalt meines Alltages zu beschreiben.

Beziehungen aufzubauen und zu leben, gemeinsam den Lebensweg zu bedenken mit all den unterschiedlichen Lebensumständen, das heißt für mich Seelsorge und darin sehe ich meine Hauptaufgabe.

Christsein zu gestalten, das fordert uns nicht nur als einzelne Menschen, sondern auch in unseren Gemeinden und ich bin äußerst dankbar, dass wir dies in Neuostheim und Neuhermsheim auch in ökumenischer Verbundenheit mit unseren katholischen Schwestern und Brüdern tun.

 

Pfarrer Tobias Schipke

Seit 1.9.2001 arbeitet Pfarrer Schipke als Religionslehrer im Kreis Bretten.

 

Pfarrer Dr. Matthias Meyer

Matthias Meyer studierte Theologie, Philosophie und Geschichte in Tübingen und Heidelberg. Während seiner Zeit als Pfarrer in Neuostheim promovierte er 1991 bei Prof. Jürgen Moltmann, einem der zeitgenössischen Wegbereiter der Ökumene.
Pfarrer Meyer ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder und fünf Enkel.
1993 wechselte er an die Westpfarrei der Christuskirche, die 1999 mit der Ostpfarrei vereinigt wurde. Bis 2012 wirkte er als Pfarrer an der Christuskirche zu Mannheim. Über die Gemeindearbeit hinaus war er mit Lehraufträgen an der Mannheimer Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung und am Theologischen Seminar der Universität Mannheim betraut. Von 2001 bis 2013 war er Landesvorsitzender des Evangelischen Bundes und ist seit 2007 als Bundespfarrer der Johanniter-Unfall-Hilfe aktiv. Er wirkt in zahlreichen Gremien mit, unter anderem in der Fachgruppe "Ökumene vor Ort" des EOK Karlsruhe. Er organisierte seit 1986 die Partnerschaftsarbeit und die jährlichen Treffen zwischen der Evangelischen Kirche in Mannheim und der Evangelisch-reformierten Gemeinde in Toulon.
Zum 01.10.2012 wechselte Dr. Meyer in das Referat Ökumene des Konfessionskundlichen Instituts in Bensheim. Er ist Vorstandsmitglied im Evangelischen Bund Baden und begleitet und berät Gremien der nationalen und internationalen Ökumene (www.ki-eb.de).

 

Pfarrer Horst Helmut Eck

Pfarrer Eck wurde 1937 geboren. Sein Vater war selbständiger Kaufmann und ist 1945 in Jugoslawien verschollen. Pfarrer Eck ist in Köthen-Anhalt aufgewachsen und von Kindertagen an sehr stark kirchlich geprägt worden. Die sog. "Junge Gemeinde" hat ihm viel bedeutet. 1953 ist die Familie kurz vor dem Mauerbau nach Essen in die Heimat seiner Mutter geflüchtet. Er kam auf ein evangelisches Internat. Nach dem Abitur hat er in Bethel, Tübingen und Heidelberg studiert. In Heidelberg lernte er seine Frau kennen. Er wurde 1964 ordiniert, war Vikar in der Mannheimer Christuskirche, der Paul-Gerhard-Kirche und danach in der Christuskirche in Heidelberg. Im Januar 1967 wurde er mit noch nicht ganz dreißig Jahren zum Pfarrer gewählt. Mit zwei sehr kleinen Kindern kamen seine Frau und er in die Thomasgemeinde. Er war eine Reihe von Jahren Dekanstellvertreter unter dem inzwischen verstorbenen Dekan W. Bender. In seiner Amtszeit konnte er Entscheidendes bewirken: Mit dem guten Partner G.Schmutz konnte er die Ökumene in Neuostheim aufleben lassen. Es gab ökumenische Bibelabende, es wurden gemeinsame kirchliche Trauungen noch vor deren Erlaubnis gefeiert und es wurde das gemeinsame Abendmahl auf den Weg gebracht. Vor allem hatte er mit der Gemeinde eine andere gemeinsame christliche Atmosphäre schaffen können- auch u.a. durch die Bastelkreise in Neuostheim und Neuhermsheim. In seiner Amtszeit entstanden der evangelische Kindergarten und der Gemeindesaal. 1984 ist er Direktor des Fortbildungszentrums(FBZ) in Freiburg und Landeskirchlicher Beauftragter für den Lektoren-und Prädikantendienst geworden. Aus persönlichen Gründen ist er 1999 in den vorzeitigen Ruhestand gegangen. Im Jahre 2002 ist seine liebe Frau im Alter von nur 62 Jahren gestorben. Seine nun 3 Kinder sind in Hamburg, Berlin und München verheiratet und beruflich in guten Positionen als Anwälte und Journalist. Er hat 6 Enkelkinder.

 

Dekan i.R. Pfarrer Gerhard Blail

Während des Krieges war Vikar Dr. Dr. Dr. Hauk von der Christuskirche für die Gemeinde in Neuostheim und Neuhermsheim zuständig. 1946 wurde der frühere Lager- und dann Klinikpfarrer Gerhard Blail der erste Gemeindepfarrer in Mannheim-Neuostheim. Er ist 1913 in Kassel geboren, und darauf bei Angehörigen in Erfurt aufgewachsen. Von dort hat er später den Namen für die Thomaskirche mitgebracht. Während des 2. Weltkrieges hat er der sogenannten "Bekennenden Kirche" angehört, was ihm in dieser Zeit "Schulbetretungsverbot" einbrachte. Nach dem Russlandfeldzug und dem Gefangenlager in Paris kam er 1946 nach Mannheim. Mit seiner Frau hat er zwei Kinder. Pfarrer Blail war ein dezidiert evangelischer Theologe. 

In seiner Amtszeit beschloss er einen freistehenden Campanile zu bauen, der etwas höher als der Turm von St. Pius gewesen wäre. In der Gemeinde hat er das Geld aufgebracht um 4 Glocken gießen zu lassen. Doch ein kirchlicher Baustopp verhinderte das Vorhaben.

Ein anderes Bauprojekt ist ihm jedoch gelungen: Er hat Herrn Bankdirektor Wiedeman als Sponsor für den Bau des Thomasheimes gewonnen. Mit 250 000 DM Startkapital konnte das Projekt gestartet werden.1967 konnte das jetzige ThomasHaus eingeweiht werden. G. Blail war ein sehr guter Prediger , der seine Ansichten klar vertreten hat. Gemeinsam mit zwei anderen Kollegen war dieses Trio in Mannheim wortführend. 

1966 wurde er Dekan im Kirchenbezirk Weinheim. Von dort aus hat er sich nicht mehr in die Belange der Thomasgemeinde eingemischt, außer in einer Sache: es hat ihm gar nicht gefallen, dass Pfarrer Eck als Nachfolger gemeinsam mit einem Teil der Ältesten die Turmplanung nicht weiter betrieben hat. Pfarrer Blail hat auch in den achtziger Jahren häufig noch an Sylvester in der Thomaskirche gepredigt.
Er hat häufig für die Zeitung geschrieben und auch Bücher veröffentlicht. Er ist 2002 im Alter von 88 Jahren gestorben.

 

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