Thomasgemeinde Mannheim

Evangelische
Thomasgemeinde
Mannheim-Neuostheim und Neuhermsheim

Gemeindezentrum Neuhermsheim

Einweihung 6.10.2007, 14.30 Uhr

Ökumenisches Gemeindefest 7.10.2007

 

Die Historie

Ein Dorf wird erwachsen

771 n.Chr. wird Neuhermsheim erstmals im Lorscher Codex erwähnt, hatte stets ländlichen Charakter, oft wechselnde Besitzer, oft vergessen, von Kriegen meist unberührt. Was schrieb im 17. Jahrhundert ein Chronist rückblickend: " Wer sollte auch die Hauptstraße der Raub- und Kriegszüge verlassen und sich in das sumpfige und von zahlreichen Wasserarmen durchzogene Gebiet gewagt haben?". 1937 Wiedergeburt von Neuhermsheim.

2004: Neuhermsheim hat inzwischen rd. 3600 Einwohner und wächst weiter in Richtung 5000 - 6000, wenn das letzte Erschließungsgebiet Nord-Ost voll bebaut sein wird. Jährlich werden in NH 60 Kinder geboren (ohne Zuwanderungen). Die neu errichtete Schule ist schon zu klein, die zwei Kindergärten (1 ev./ 1 städt.) überfüllt und der zweite, entstehende städt. Kindergarten bereits ausgebucht. Das kath. Gemeindezentrum "Maria Königin", 1988 geplant, 1991 eingeweiht, Kosten ca. DM 2,5 Mio., ist ebenfalls zu klein geworden. Hier hofft man auf uns als Nachbargemeinde, daß wir bei besonderen Anlässen mit Raum aushelfen können.

Das Grundstück auf dem die Holzkirche steht gehört der Ev. Kirche in Mannheim. Es sind rd. 1000 m² mit einem Bodenrichtwert von rd. 0,3 Mio. Euro. Handicap: Bisher ist das Grundstück als Kirchengrundstück ausgewiesen und liegt außerhalb des Bebauungsplans. Orientiert man sich an den angrenzenden Bebauungen, paßt dort ein EFH oder Doppelhaus hin. Jedenfalls ist der Wert dieses Grundstückes ein gutes Startkapital für das Neubau eines Gemeindezentrums.

 

Gemeindezentrum für Neuhermsheim: Eine Idee nimmt greifbare Formen an

1995 rief die Pflege Schönau (Liegenschaftsverwaltung der Ev. Landeskirche in Baden) beim Ev. Kirchenverwaltungsamt Mannheim an und teilte mit, daß im Zuge der Erschließung von Neuhermsheim N/O in bester, zentraler Lage (am Gerd-Dehof-Platz) ein Grundstück von rd. 2000 m² auf Erbpachtbasis zur Verfügung stünde. Der Kirchengemeinderat hatte so viel Mut und Weitsicht, sich dieses Grundstück für eine Jahrespacht von rd. € 13.600,-- auf zunächst 5 Jahre zu sichern. In einem Brief an den Ev. Oberkirchenrat in Karlsruhe hob man die hervorragende Lage und den kräftigen Bevölkerungszuwachs in diesem Stadtteil hervor. Die damaligen Ältestenkreise der Thomasgemeinde wurden informiert und waren sehr froh, daß ein Ausbau des Gemeindelebens in Neuhermsheim greifbar würde. Man hatte schon einen ersten Schritt in dieser Richtung getan und mit finanzieller Hilfe der Stadt Mannheim und des Landes Baden-Württemberg die baulichen Voraussetzungen für ein Jugendzentrum geschaffen. In personeller Hinsicht trugen der Ev. Oberkirchenrat und die Thomasgemeinde zum Erfolg bei, so daß die offene Jugendarbeit beginnen konnte. 2000 stand man erneut vor der Frage, ob und wie es mit dem Gemeindezentrum weiter gehen solle. Die Einwohnerzahl in Neuhermsheim war inzwischen auf über 3.200 angewachsen und im Endausbau stand seitens der Stadtverwaltung Mannheim die Zahl von rd. 6.000 Menschen im Raum. Die jährliche Erbpacht an die Pflege Schönau wurde weiter gezahlt und das Durchhaltevermögen des Kirchengemeinderates damit belohnt, daß der Ev. Oberkirchenrat die hälftige finanzielle Beteiligung an dem notwendigen Architektenwettbewerb für den Bau eines Gemeindezentrums anbot. Darauf hin wurde der Wettbewerb eingeleitet. Die einhellige Meinung der Ev. Kirche in Mannheim war, daß Gemeindeleben dort aufgebaut und gefördert werden müsse, wo die Menschen hin ziehen.

Architektenwettbewerb

21.02.2003: Architekt Keller vom KVA beruft in Abstimmung mit der Thomasgemeinde ein Preisrichtergremium, das am 21.2. erstmals zusammentritt. 03.04.2003: Veröffentlichung des Wettbewerbs 19.05.2003: Abgabetermin für die 1. Phase - über 500 Einsendungen treffen europaweit ein. 06./07.06.2003: Sitzung des Preisgerichtes und Benachrichtigung der Teilnehmer für die 2. Phase (ca. 35 ausgewählte Arbeiten) 18.08.2003: Abgabe der Arbeiten für die 2. Phase (Planungsentwürfe und Modelle) 26./27.09.2003: Zweite Preisrichtersitzung. Drei Sieger werden prämiiert, drei weitere Arbeiten werden angekauft. Am 07.01.2004 scheidet der Sieger des I. Preises wegen Wettbewerbsverstoß aus. Am 12.10.2003 feiert die Thomasgemeinde 50 Jahre Notkirche in Neuhermsheim und stellt dabei erstmals die Modelle und Pläne der drei Gewinner des Wettbewerbs der Öffentlichkeit vor. Die Mehrheit des Publikums freundet sich schnell mit dem Entwurf des nachgerückten I. Preisträgers an.

Aufarbeitung der Gedanken; Planungswünsche der Thomasgemeinde deckungsgleich mit den Wettbewerbsergebnissen ?

Im Februar 2004 tagen die Ältestenkreise der Thomasgemeinde in Klausur in Neckargemünd und befassen sich intensiv mit den Planungsentwürfen, konkretisieren eigene Ideen und erkennen dabei, daß die Planungen des 1. Preisträgers  "netzwerkarchitekten Darmstadt" eine ausgezeichnete Ausgangsbasis bilden. Das Gremium entscheidet sich für eine Zusammenarbeit mit diesem Planungsbüro. März 2004: Jetzt wird die ganze Gemeinde eingeladen. An vier Abenden, die unter dem Generalthema "Das Haus, das mich zum Leben einlädt" stehen, spricht Architekt Keller vom KVA alle uns bewegenden Fragen an und vermittelt viele Gedanken und Anregungen zum Gemeindezentrum. 27.06.2004: Formgerecht beschließen die Ältestenkreise der Thomasgemeinde einstimmig, den Bau des Gemeindezentrums voran zu bringen, auch unter Einsatz eigener Mittel der Thomasgemeinde.

Finanzierung Die Arbeitsgruppe "Bau Ev. Gemeindezentrum Neuhermsheim" der Thomasgemeinde hat verschiedene Ideen und Angebote für eine Finanzierung des Vorhabens zusammen getragen und hält diese für die weitere Beratung mit den kirchlichen Gremien bereit. Hier gibt tragbare Lösungen.

Wie soll das Gemeindezentrum Neuhermsheim aus sehen?

Einen ersten Eindruck gewinnen wir, wenn wir von einem erhöhten Platz an der Hermsheimer Str. auf das Modell schauen. Im Hintergrund liegt der Gerd-Dehof-Platz.

Das Modell umschließt in eingeschossiger Bauweise einen Innenhof, den die Architekten seiner Form wegen mit dem Begriff "Himmelsauge" belegten.

Weitere Entwicklung / Zeitplan (eines Optimisten) Sept. 2004: Errichtung des Bauschildes

Nov. 2004: Nun, ja .... der "Werbeturm" mit Bildern und dem Weihnachts- Neujahrsgruss kam erst Ende November: "Seht, die gute Zeit ist nah...", aber es geht doch weiter.

11.1.2005: Uns wurde zugeflüstert, dass jetzt die Zustimmung der Ausschüsse für den Verkauf des Grundstückes, wo die Holzkirche steht, genehmigt ist. Die Empfehlung der Ausschüsse der Ev.Kirche in Mannheim gehen eindeutig in Richtung Neubau.

Jetzt kann auch endlich der Architektenvertrag unterschrieben werden; damit beginnen die planerischen Arbeiten.

Dezember 2005: Einweihung - Also, das ist nicht mehr zu schaffen!!??

01.03.2005: Der Architektenvertrag ist seit letztem Monat unterschrieben. Heute wurde der Thomasgemeinde der dicke Ordner mit den Unterlagen der Leistungsphase 2, also die Genehmigungsplanung, übergeben.

Am 23.3.2005, 18 Uhr wird die Planung, wie sie sich jetzt darstellt, im Gemeindesaal der Thomaskirche in einer ausführlichen Dia-Schau von den Architekten gezeigt.

August 2005 Es ist still geworden um das neue Gemeindezentrum; das Unkraut wächst, die junge Eberesche, ein Symbol für den Aufbau, verkümmert. Und seit vielen Monaten heißt es "wir wollen Hoffnungsträger sein". Vielleicht erfährt man mehr am 19.9.2005, 18.30 Uhr, wenn der Gemeindebeirat im Gemeindesaal Neuostheim tagt.

20.09.2005 Schon heute waren die Gärtner vor Ort und säuberten das Baugelände. Die gute Nachricht vom 19.09. lautete: Neuhermsheim hat Priorität 1. Jetzt schauen wir auf den 30.11.2005; an diesem Tag entscheidet die Stadtsynode endgültig über den Ersatz-Neubau. Wir wollen die Stadtsynode mit unseren guten Gedanken und Gebeten begleiten.

30.11.2005 Die Stadtsynode der Evangelischen Kirche in Mannheim hat mit überwältigender Mehrheit den Bau des neuen Gemeindezentrums in Neuhermsheim beschlossen.

30.01.2006 Der Bauantrag ist fertiggestellt, die Befragung der Nachbarn beginnt. Das Grundstück, auf dem die alte Holzkirche steht, ist verkauft. Bis zum 01.07.2006 muss das Grundstück geräumt werden.

 

Der Bau des evangelischen Gemeindezentrums Neuhermsheim

7.8.2006: Das Grundstück wird  gerodet.
14.8.2006: Die Erdarbeiten beginnen - ein Spezialist schaut vorsichtshalber nach, dass keine Blindgänger auf dem Baugelände verborgen sind.
25.8.2006, 15 Uhr: Der offizielle Spatenstich mit Dekan G. Eitenmüller und Kirchenrat H. Greiling
Freitag, 27.10.2006, 15 Uhr Grundsteinlegung für das neue Gemeindezentrum der Ev. Thomasgemeinde Neuostheim-Neuhermsheim
Es schließen sich nach der Grundsteinlegung die langwierigen Abschnitte des Innenausbaus an.

 

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