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Stadtsynode: Haushalt und Strategieprozess 2032

Tiefgründige Veränderungen: Dekan Hartmann lädt zum zukunftsorientierten Mitgestalten ein

(26.07.2022, Mannheim) Mit großer Mehrheit haben die Synodalen unter Vorsitz von Prof. Dr. Ralf Daum den Doppelhaushalt 2022/2023 beschlossen. Der von der Landeskirche definierte Strategieprozesses 2032 wird auch in den Gemeinden von fachkundiger Beratung begleitet. „Wir brauchen in diesem Prozess Klarheit“, sagte Dekan Ralph Hartmann auch mit Blick auf die Entscheidungswege.

Haushalt mit großer Mehrheit beschlossen. Eventuelle Kita-Beitragserhöhung hängt von kommunaler Förderung ab

Den Doppelhaushalt 2022/2023 beschlossen die Synodalen mit zwei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen mit großer Mehrheit. Synodenvorsitzender Ralf Daum dankte den Mitarbeitenden, die den umfangreichen Haushalt erstellt hatten. Im Vorfeld der Synode gab es ausgiebige Rückfragemöglichkeiten für die Gemeinden sowie einen digitalen Info-Termin für die Synodalen, der zusätzliche Transparenz und Klarheit schaffte.

Der größte Posten des Haushalts stellt der Kita-Bereich dar. Und gerade dieser Bereich sorgt für die Erarbeitung von zwei Haushaltsvarianten, wie Michaela Pötschke, Leiterin der Finanzabteilung, vorstellte. Denn aktuell ist nicht geklärt, wie hoch die kommunale Förderung der Kitas sein wird. Mit der bisherigen kommunalen Kita-Förderung umfasst der Gesamthaushalt der Evangelischen Kirche Mannheim 75,1 Millionen Euro im Jahr 2022 und 68,6 Millionen Euro im Jahr 2023. Mit einer verbesserten Kita-Förderung rückwirkend ab 2022 beträgt er 75,3 Millionen Euro (2022) bzw. 69,6 Millionen Euro (2023). Ohne erhöhte kommunale Förderung entsteht im Kita-Bereich ein deutliches Defizit, das zu einer weiteren Erhöhung der Elternbeiträge führen würde.

Der Doppelhaushalt der Evangelischen Kirche Mannheim enthält auch 1,4 Millionen Euro, die die Evangelische Kirche in ihre Wohngebäude investieren wird, meist für energetische Maßnahmen. Der Wirtschaftsplan des Diakonischen Werks Mannheim für das Jahr 2022 in Höhe von 5,7 Millionen Euro wurde ebenso von den Synodalen beschlossen wie der Wirtschaftsplan 2022 der Sozialstationen, der 4,5 Millionen Euro umfasst.

Dekan Hartmann berichtet über Strategieprozess „ekiba 2032“

Die Vorgaben für den Strategieprozess 2032 sind klar gesetzt und zeigen die Gestaltungsräume auf. Mit Blick auf die sinkenden Mitgliederzahlen und die gesamtgesellschaftliche Wahrnehmung von Kirche hat die badische Landeskirche mit dem Motto „ekiba 2032 – Kirche Zukunft gestalten“ den Rahmen gesteckt für notwendige Anpassungen. Mit Transformation und Reduktion sind die Leitlinien benannt, wonach das kirchliche Leben in der säkularen und pluralen Gesellschaft weiterentwickelt werden soll und zugleich aufgrund rückläufiger Mitgliederzahlen bei Personal und Gebäuden 30 Prozent eingespart und Strukturen neu überdacht werden müssen.

Gute Beratung für die Veränderungen im Stadtkirchenbezirk Mannheim

Für all diese großen Aufgaben erhalten die sieben Regionen des Stadtkirchenbezirks Unterstützung: So bietet ein Beratungsteam Moderationen an und das Dekanatsteam begleitetet die einzelnen Regionen.

Die anstehenden Vorhaben reagierten auf gesellschaftliche Veränderungen, sagte Dekan Hartmann. „Zunehmende Pluralisierung, Individualisierung und Mobilität verändern unser Selbstverständnis und unsere Gestalt als Volkskirche. Es gilt, unsere kirchlichen Präsenzen weiter zu differenzien, auf veränderte Bedürfnisse abzustimmen und die Vernetzungen in die Sozialräume und in die Stadtgesellschaft hinein zu stärken.“

Verantwortlichkeiten und Zeitplan für Mannheim

Die Projektleitung für die Umsetzung von „ekiba 2032“ in Mannheim liegt beim Stadtkirchenrat, die Projektsteuerung übernimmt das Dekanatsteam gemeinsam mit einem Beratungsteam. Bis Ende 2023 sollen erste Ergebnisse und Planungen vorliegen: Dabei kümmern sich maßgeblich die Regionen um die Teilprojekte „Inhalte und Kirchenbild“ sowie aufbauend auf dem bereits beschlossenen Kirchenmasterplan um das Teilprojekt „Gebäude“. Mit den Bereichen Personal und Strukturen befasst sich maßgeblich der Stadtkirchenrat. So könne bis Ende 2023 ein Bild davon entstehen, wie sich der Stadtkirchenbezirk Mannheim für die Zukunft aufstelle. „Das verlangt uns allen viel ab. Doch setzen Veränderungen auch Energie und Kreativität frei“, sagte Hartmann am Rand der Synode.

Die nächste Synode, bei der Wahlen für verschiedene Gremien erfolgen, findet am 11. November digital statt. Am 12. November kommen die Synodalen dann präsent zusammen, um weiter über den Strategieprozess „ekiba 2032“ zu beraten. (dv)

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