Thomasgemeinde Mannheim

Evangelische
Thomasgemeinde
Mannheim-Neuostheim und Neuhermsheim

aktuelle Meldungen

Pfarrerin Nina Roller

Wir sehen uns in den beiden kirchlichen Kindergärten und an den Johann-Peter-Hebel-Schulen, im Konfirmand*innen-Unterricht und bei Elternabenden.

Wir treffen uns im Pfarrbüro und bei Gremiensitzungen sowie bei besonderen Veranstaltungen in und um die Gemeinde. Wir begegnen einander in Andachten und Gottesdiensten. Wir sprechen miteinander bei Besuchen, in Freude und Leid. Manchmal sehen wir uns auch beim Mittagstisch in der Dürerstraße oder laufen uns bei der Post über den Weg. 

Mannheim schätze ich lange schon für seine verschiedenen Lebenswelten, für gute Jazz- und Rapkonzerte, für Fluss-Spaziergänge und Menschen, die hier wohnen. Bis September kannte ich die Stadt – oder besser, manche ihrer Teile – von vielen Besuchen, und, weil ich während der ersten Hälfte meines Studiums auf den Planken im Einzelhandel gearbeitet habe. Jetzt, wo ich hier lebe, merke ich: Es gibt noch Vieles zu entdecken. Auch hier in der Thomasgemeinde. Zu entdecken lohnt sich – das habe ich bereits gemerkt – das lichte Neuhermsheimer Gemeindezentrum. Ausgemacht habe ich auch schon das beindruckend große Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen. Strahlkraft haben die Schritte, die Sie hier in der Ökumene gehen. Ich freue mich in diese Gemeinde geschickt worden zu sein.

Nach meinem Theologiestudium in Heidelberg und Berlin und meinem Vikariat in Konstanz (Litzelstetten / Mainau), wurde ich von der Kirchenleitung in die Thomasgemeinde entsandt. Hier bin ich eingesetzt für meine erste Stelle als ordinierte Pfarrerin. Ich bin – so heißt es korrekt – „Pfarrerin im Probedienst“ und dies „zur Unterstützung in der Vakanz“. Das bedeutet: Ich bin als Pfarrerin für Sie da und übernehme alle pastoralen Aufgaben. Die Geschäfte der Gemeinde führt weiterhin der Vakanzverwalter Pfarrer Stefan Scholpp (ChristusFriedenGemeinde). 

Auf dem Weg zur Pfarrerin waren für mich verschiedene Dinge prägend: Zunächst nahbare Menschen mit offenem Ohr und wachem Blick in meiner Heimatgemeinde bei Calw. Die Begegnung mit ihnen motivierte mich als Jugendliche Gottesdienste mit einer Band musikalisch zu gestalten. So fand ich einen Platz in der Gemeinde, der zu mir passte. Außerdem waren mir im Jugendalter Besuche in der Communauté von Taizé bereichernde Erfahrungen. Bei diesen verbanden sich für mich ganzheitliche Spiritualität, gedankliche Weite, ernsthafte Frömmigkeit, konfessionelles Miteinander und internationale Begegnung.  Etwas später, in meinem Studium, war es mir besonders wichtig, Wege zu suchen, theologisch durchdacht und gleichzeitig relevant und ansprechend zu predigen. Weiter habe ich in der Arbeit mit Geflüchteten im Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte (2013-2015) einen Sinn für die politischen Dimensionen unseres Glaubens und die Bereicherung durch interkulturelle und interreligiöse Begegnung gewonnen. In den vergangenen beiden Jahren am Bodensee habe ich viele Erfahrungen in der Gestaltung von Gemeinde mit verschiedenen Generationen gemacht. Im Bereich der Jugendarbeit war ich intensiv konzeptionell und praktisch tätig: Teil meines Zweiten Examens war die Planung und Durchführung eines Songwriting- und Rapworkshops gemeinsam mit Jugendlichen und Musiker*innen. Mit meinen Erfahrungen im Gepäck und mit Lust auf Neues, bin ich nun hier in der Thomasgemeinde Pfarrerin. 

 

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